Dienstag, 23. August 2016

Lesegewohnheiten

Da Bücher und Lesen auf diesem Blog ja so oder so das vorherrschende Thema sind, dachte ich, ich kann auch mal ein bisschen über Lesegewohnheiten sprechen.
Viele Bücherwürmer sind ja sehr eigen was das angeht.
Zum Beispiel gibt es ja diese ganz pingelige Fraktion. Die Leute, die sagen, dass man Bücher niemals ganz aufklappen darf, weil der Buchrücken sonst Knicke bekommt. Die lesen dann immer mit einem Buch, das maximal im 90 ° Winkel aufgeklappt ist. Und aufgeklappt auf die Seiten legen geht ja schon mal überhaupt gar nicht.
Zu dieser Fraktion gehöre ich nicht. Ich respektiere das natürlich, aber von dieser Fraktion würde ich mir niemals Bücher leihen. Da hätte ich viel zu viel Angst, etwas "kaputt" zu machen. Natürlich behandele ich Bücher von anderen pfleglich und schleppe sie auch nicht überall mit herum, wie ich es bei meinen Büchern tue, aber ich will das Lesen ja ein bisschen genießen können.


Bei meinen eigenen Büchern bin ich relativ entspannt. Natürlich mag ich keine losen Seiten oder Flecken auf den Büchern, aber es sind Gebrauchsgegenstände und so dürfen sie auch aussehen. Knicke im Buchrücken sind also gar kein Problem. Nicht mal mit Eselsohren habe ich große Probleme. Klar sollten sie nicht über das ganze Buch verteilt sein, aber ein paar stören mich in der Regel gar nicht. Im Gegensatz zu vielen anderen finde ich, dass das dem Buch ein bisschen Charme gibt. Hihi. (Auch hier gilt natürlich wieder: Bei geliehenen Büchern würde ich niemals ein Eselsohr reinknicken!). Aber ich mache es sehr selten, da ich in der Regel ein Lesezeichen dabei habe. Wenn überhaupt, dann benutze ich es, um mir eine besonders schöne Stelle im Buch zu markieren, damit ich diese später z.B. bei der Rezension besser wieder finden kann.
Ich schleppe meine Bücher ja wie gesagt auch in der Regel mit mir herum, weswegen sie danach eh selten noch wie neu aussehen.


Damit kommen wir auch schon zu dem nächsten Punkt: Wann und wo lese ich? Früher, als Kind, da war ich abends lange auf und morgens früh wach und habe sehr viel in diesen Abend- und Morgenstunden gelesen. Oft auch vor der Schule oder so.
Heute ist das komplett anders. Ganz selten schaffe ich es, abends mehr als 10 Seiten zu lesen, bevor ich einschlafe und auch vor der Arbeit lese ich eigentlich nie. Tatsächlich verbringe ich recht viel Zeit in Öffentlichen Verkehrsmitteln und lese dort dann sehr viel. Das ist einer der Gründe, weshalb ich gar kein Problem damit habe, meistens Tommy das Auto zu überlassen, es sogar meistens gerne tue ;) Denn im Bus oder in der Bahn kann ich mich meistens ganz aufs Lesen konzentrieren.
Und natürlich lese ich auch am Wochenende und im Urlaub dann sehr viel, am liebsten auf unserer riesigen Couch mit Decke und Tee.


Wie viel lese ich? Als ich Lesen gelernt habe, war meine erste Amtshandlung das Räuber Hotzenplotz Buch mit allen drei Geschichten, das ich in einem weg gelesen habe. Danach kam mein Bibliotheksausweis und ich habe im Monat ungelogen bestimmt 15 Bücher (Jugendbücher) inhaliert. Auch das ist heute natürlich weniger geworden (die Bücher dafür aber oft auch etwas dicker ;)).
Ich bin einfach auch sehr gerne und sehr viel mit Freunden und mit der Familie unterwegs und verbringe nach Feierabend ja auch genau so gerne Zeit mit Tommy, weswegen ich heute bei Weitem nicht mehr so viel lese wie früher. Aber ich würde mal schätzen, dass es im Schnitt so 3 Bücher pro Monat sind.


Tja...und die Spleens, die sich bei mir so angesammelt haben in den letzten Jahren oder in der letzten Zeit werden auch nicht weniger. Ich hasse es unglaublich, wenn ich eine Buchreihe lese und irgendwann der Verlag beim 5. Band der Reihe das Design ändert. Oder die Größe. Da kriege ich das Kotzen!
Genau so schlimm finde ich es, wenn ein Buch einen Hype auslöst und anschließend andere Autoren bei anderen Verlagen Bücher mit seeeehr ähnlichem Cover heraus bringen. Dafür gibt es ja unzählige Beispiele. Ganz grausam uninspiriert finde ich das!


Ganz emotional werde ich dafür bei Buchreihen, die mich besonders lange begleiten. So wie Harry Potter, Eragon oder die Das Lied der Dunkelheit-Reihe von Peter V. Brett. Da wachsen mir die Charaktere dann so ans Herz, dass ich schon mal eine Schwärmerei für einen Charakter entwickle, genau so leide ich dann mit, wenn jemand stirbt. Das verhagelt mir unter Umständen auch mal einen Tag. Ich fühle und leide dann wirklich mit. Aber ich denke, das geht jedem Bücherwurm so.


Empfindlich ist danach dann ja auch immer das Thema Buchverfilmung. Demnächst steht mir das ja dann mit "Die Insel der besonderen Kinder" bevor. Wenn man ein Buch liebt und es eventuell sogar schon öfter gelesen hat, dann freut man sich natürlich wahnsinnig, wenn man die Chance bekommt, es visualisiert zu sehen. Andererseits ist die Gefahr so groß, dass die Verfilmung die Stimmung des Buches nicht einfangen kann und eventuell sogar ganz grundlegende Dinge verändert werden (siehe Eragon. Grandioses Buch, grausamer Film!), dass der Film einfach nur enttäuschend und unbefriedigend ist. Aber gut...das Risiko muss man eben eingehen ;)


Und meine neueste Sammelleidenschaft bei diesem Thema habe ich ja letztens schon erwähnt: Lesezeichen. ;) Mal sehen, was das in Zukunft so für Schätzchen hervorbringt.


Mit Sicherheit fallen mir noch unzählige andere Dinge ein, die kann ich ja bei Gelegenheit das ergänzen.


Wie schaut es bei euch so aus mit besonderen Lesegewohnheiten?

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