Mittwoch, 24. Mai 2017

Schottland Urlaub Teil 2

Am Dienstag wurden wir von strahlendem Sonnenschein geweckt und beschlossen nach kurzem Frühstück, heute eine Loch Ness Tour zu machen. Zu Beginn wollten wir uns das berühmte Urquhart Castle direkt am Loch ansehen. Passenderweise kamen wir genau zur Öffnung auf den noch fast leeren Parkplatz. Ein sehr netter Mann hat uns die Tickets verkauft (9 £) und durch einen riesigen Shop kamen wir dann auf das Gelände. Den Shop wollten wir uns später ansehen, erst mal war das Castle dran. Mittlerweile waren nämlich ein paar Wolken aufgetaucht und wir wollten nicht nass werden. Die Befürchtung erwies sich allerdings als unbegründet. Wolken und Sonne haben sich den ganzen Tag abgewechselt, aber geregnet hat es nie. Und das Schloss bzw. die Ruinen waren dann noch viel spannender, als ich erwartet hatte. Vom Eingang aus sieht man nicht viel und ich war erst unsicher, ob sich der Eintritt lohnt. Allerdings ist die Ruine größer, als sie scheint, weil viel an den abfallenden Hang Richtung Wasser gebaut ist. Und für Besucher ist alles toll aufgearbeitet. Für nahezu jeden Raum gibt es kleine Infotafeln, die erklären, was sich hier mal befunden hat. Zudem kommt man bis ganz runter ans Wasser und hat einen tollen Blick auf den Loch in der einen und das Schloss in der anderen Richtung. 


Auf dem Turm musste der Selfie-Stick dann wieder raus. Hihi. Für so einen Urlaub lohnt sich so ein Teil! 
Absolut fasziniert hat mich übrigens, wie alt diese Burganlage ist. Archäologische Funde lassen vermuten, dass hier schon 500 n.Chr. die Pikten eine Verteidigungsanlage oder Ähnliches betrieben haben. Wahnsinn, oder?

Anschließend haben wir uns kurz im Shop umgesehen, der war allerdings schon arg kommerziell. Da war der am Culloden Battlefield schon schöner. Mittlerweile war der Parkplatz auch gut voll und wir haben uns vom Acker gemacht. Nächstes Ziel war Fort Augustus, ein Dörfchen ganz unten am Loch Ness. Dort wollten wir hin, weil von da die meisten Bootstouren über den Loch Ness starten. Dort angekommen haben wir uns auch erst mal umgesehen. In einem kleinen Lädchen habe ich mir ein neues Portemonnaie aus Harris Tweed gekauft und wir haben ziemlich lange am Caledonian Canal gestanden und zugeschaut, wie Schiffe durch die vielen Schleusen manövriert wurden. Das finde ich ja total spannend. Am Ende der Schleuse wurde dann die Brücke, über die normalerweise Autos fahren, zur Seite gedreht, damit die Schiffe hindurchfahren können. Hab ich noch nie gesehen. Ich musste oft an meinen Papa denken, der könnte bei sowas auch stundenlang zugucken. Genau wie mein Onkel. 
Das Dörfchen war auch sonst echt totak schön und wir haben uns dann einen Kaffee und einen Kakao geholt und direkt am Kanal eine Pause gemacht. In der Zeit haben wir uns auch gegen eine Fahrt auf dem Loch Ness entschieden, denn die Boote waren uns viel zu voll. Machte aber gar nichts, Fort Augustus war auch so eine Reise wert :)


Wir wollten dann einfach auf anderer Strecke wieder zurück nach Inverness fahren und anhalten, wenn wir etwas Schönes sehen. Übrigens ging diese Fahrt die ganze Zeit mitten durch die Highlands. Das war schon echt großartig anzuschauen. Wir haben dann auch relativ schnell gehalten, weil wir einfach mal ein Stück in den Bergen laufen wollten. Der Blick ist doch echt toll, oder? Überall sieht man in der Ferne Schafe grasen und ganz viele kleine Wasserfälle fressen sich durch die Berge. Wir konnten leider nicht so weit laufen, wie wir wollten, weil der Weg plötzlich von einem Gatter versperrt war, aber wir werden ja die Tage noch genug wandern :)
Auf der restlichen Rückfahrt haben wir noch ein paar Mal angehalten, es gibt zu viele Gelegenheiten :D eine Talsperre, ein paar Highland-Rinder und und und. Als wir dann wieder dahe waren, waren wir echt platt. Vor allem Tommy, weil er ja doch viel gefahren ist an dem Tag. Haben dann auch geschlafen wie die Murmeltiere.

Den Mittwoch wollten wir dann als Ausgleich mal wieder ruhiger angehen lassen und da das Wetter eh bedeckt bleiben sollte, sind wir heute "nur" nach Inverness gefahren. Mal ein bisschen shoppen und uns die "Hauptstadt der Highlands" ansehen, auch wenn ich gelesen habe, die Highlands würden keine Hauptstadt akzeptiern ;) da wir ja nicht weit von der Stadt weg wohnen, waren wir super flott dort und sind erst mal in den Victoria Market gegangen. Das ist ein ehemaliger Fischmarkt, in dem es nun ganz viele kleine Mini-Lädchen gibt. Am besten gefallen hat mir die Auslage eines Geschäfts für Bagpipes (also Dudelsäcke). 


An der Church Street stand dann auch schon ein Dudelsackspieler und ich hätte ihn am liebsten geknutscht, denn die Dudelsackmusik gefällt mir einfach und hat irgendwie gepasst. Für mich olle Touristin zumindest. Hihi. Nach kurzem Anstieg waren wir oben beim Schloss von Inverness. Das kann man zwar nicht besichtigen, weil da das Amtsgericht untergebracht ist, aber die Aussicht ist toll von dort.
Dann sind wir ein bisschen am Fluss Ness entlanggeschlendert und über eine Brücke gegangen, die bekannt dafür ist, dass sie schwankt wie eine Hängebrücke. Kann ich bestätigen :D Auf der Suche nach einem schicken Schal mit Schottenkaro sind wir dann auch in ein paar Läden gegangen. Tatsächlich haben wir einen tollen Schal gefunden, aus echter Wolle und auch eine moderate Größe. Die meisten Schals, die man in den Souvenirshops bekommt, sind nämlich schön, aber viel zu klein. Am allerliebsten hätte ich zwei große Cashmere-Schals gekauft, aber bei 225 £ pro Stück habe ich mir das doch verkniffen ;) Ein paar andere Mitbringsel für Papa, Mama und Oma haben wir auch gefunden, aber da ich weiß, dass die mitlesen, verrate ich mal nicht, was. Ätsch.

Danach kam übrigens ein weiteres kleines Highlight für mich. Tommy hatte vorab gelesen, dass es in Inverness einen Laden für gebrauchte Bücher in einer alten Kirche gibt. Leakeys Bookshop. Das hat soooo cool ausgesehen. Entgegen Tommys Angst, dass er einen Bollerwagen besorgen muss, habe ich nix gekauft, aber allein das Gucken und Stöbern war toll.


Die Bücherwürmer werden das verstehen. Sieht toll aus, oder?


Dann haben wir uns noch das große Einkaufszentrum angesehen, aber das war halt ein ganz normales Einkaufszentrum. Wirklich interessiert hat mich dort nur der Lush-Laden (den ich sicher nochmal aufsuchen werde) und der Musikladen HMV. Dort gab es eine Country-Abteilung mit CDs, die man bei uns die Deutschland gar nicht bekommt. Tommy hat erst mal zugeschlagen.
Nach der ganzen Latscherei brauchten wir dann unbedingt einen Kaffee. Den haben wir bei Coffee Affair gekauft, für mich gab es einen kühlen Frappe.

Anschließend waren wir noch ein bisschen Essen für die nächsten Tage einkaufen und nun sitzen wir gemütlich im Cottage, hören unsere CDs und ich trinke mein Birds & Bees Ale. Köstlich!


Morgen wird es wohl zum Glennfinnan Viadukt gehen. Ich melde mich wieder. Bis bald. Lasst es euch gut gehen!

Übrigens gehen heute die allerherzlichsten Glückwünsche an meine liebe Aylin, die heute geheiratet hat. Ich bin wirklich traurig, dass ich nicht dabei sein konnte. Wir kennen uns schon so lange....hach....aber ich freue mich sooo für sie. 
Aylin, Dennis....ich wünsche euch alles Glück der Welt und hoffe, ihr feiert jetzt gerade ausgelassen. Fühlt euch gedrückt!

Montag, 22. Mai 2017

Schottland Urlaub Teil 1

Entschuldigt die Funkstille die letzten Tage. Wir mussten einiges für den Urlaub vorbereiten und da blieb keine Zeit für den Blog. Nun sind wir aber seit Samstag wohlbehalten in Schottland und ich habe mir fest vorgenommen, dieses Mal kleine Zwischenberichte zu schreiben, da ich es nach de,m Urlaub niemals schaffe, einen kompletten Bericht zu verfassen (sitze ja jetzt noch am London-Bericht).
Ich versuche auch einfach mal, nicht zu sehr abzuschweifen....:D
Am Freitag war ich den ganzen Tag über doch sehr angespannt. Mit dem Auto in den Urlaub ist für uns ja nix Neues mehr, aber Fliegen mit umsteigen hab ich noch nie gemacht. Und dann noch den Leihwagen abholen, Linksverkehr, Cottage finden....man hat eigentlich nur darauf gewartet, dass es losgeht. Samstag sind wir dann in aller Herrgottsfrühe zum Flughafen nach Düsseldorf gebracht worden (danke bester Papa <3). Und ab da hat alles wunderbar reibungslos geklappt. Gepäck aufgegeben und durch die Sicherheitschecks zum ersten Flug nach London. Dort hatten wir dann zwei Stunden Aufenthalt und konnten dann in den Flieger nach Inverness steigen. Unser Gepäck wurde autmatisch umgeladen.
In Inverness angekommen hat es zwar leider geregnet, aber das sollte die Stimmung nicht trüben. Unser Gepäck kam flott zur Gepäckausgabe (auch so ein Punkt...hatte echt Angst, dass es verloren geht :D) und am Flughafen stand schon jemand von Hertz, der alle, die einen Leihwagen gemietet haben, zur nahegelegenen Hertz-Station gefahren hat. Sehr gute Organisation! 
Dann habe ich eben unsere Vermieterin vom Cottage angerufen und uns für die nächsten Minuten angekündigt und dann startete schon das nächste Abenteuer, vor allem für Tommy: Linksverkehr. Ich konzentriere mich aber immerhin brav mit. Und auch wenn es echt seltsam ist, Tommy macht das super! Und nach zwei Tagen hat er sich schon sehr gut dran gewöhnt. Unser Cottage mussten wir dann noch kurz suchen aber dann waren wir endlich da. Unsere Vermieterin Mrs. MacDonald ist eine Seele von Mensch. Sie hat uns ein Willkommenspaket uns eine voll liebe Karte ins Häuschen gestellt, den Kühlschrank ein bisschen gefüllt und beantwortet uns jede Frage, die wir haben. (zum Beispiel wie man britische Türen abschließt oder ob ich noch eine zweite Decke haben kann) 
Wir verstehen sie zum Glück auch sehr gut :)


Ach und das Cottage...es ist ein echter Traum! Hier oben seht ihr nur den Eingangsbereich und der ist schon so niedlich. Es ist ein sehr altes Haus, aber toll modernisiert und so gemütlich. Richtig britisch mit dicken Teppichen, Blümchenvorhängen und einem großen Garten. Wir können vom Wohnzimmer auf den Moray Firth gucken und alles ist einfach richtig schön :)
Und ich konnte zum ersten Mal aufatmen: Angekommen. Yeah!
Jetzt stand für Samstag nur noch einkaufen auf dem Plan. In unmittelbarer Nähe gibt es ein großes Einkaufszentrum, wo man wirklich alles bekommt, was man braucht. Bei Tesco haben wir uns dann erst mal ordentlich eingedeckt. Ich gestehe, dass es eine meiner liebsten Entdeckungen im Urlaub ist: fremde Supermärkte. Es ist so spannend zu sehen, was es dort gibt, was wir nicht kennen. 
Sofort aufgefallen ist uns die Abteilung mit den vielen frischen, fertigen Gerichten. Vor allem indische Sachen gab es zu Hauf. Die vier großen Plastikboxen neben den Keksen sind alles unterschiedliche indische Gerichte. Tikka Masala, Bombay Curry, Red Thai Curry....ich sag euch das schmeckt  alles sooo lecker und echt wie vom Inder. Es könnte sein, dass ich fast nur das essen werde hier. Höhö.


Die Ale-Abteilung war natürlich auch noch sehr spannend. Mein Birds & Bees Ale hab ich noch nicht probiert...kommt noch. Gemessen an dem ganzen Süßkram, den es außerdem noch gab, habe ich mich recht gut zusammengerissen übrigens.
Abends gab es dann eine selbstgekochte Käse-Lauch-Suppe und dann ging es ins Bett. Wir waren echt ko.

Am nächsten Tag waren wir dann um halb sieben wach und haben gefrühstückt und uns dann bei bestem Wetter auf den Weg zum Culloden Battlefield gemacht. Das stand ganz oben auf meiner Liste, denn seit ich die Feuer und Stein - Saga von Diana Gabaldon kenne, fasziniert mich die schottische Geschichte und besonders diese folgenreiche Schlacht besonders. 
Wir waren zum Glück sehr früh dort, sodass noch nicht viele andere Menschen dort waren und ich konnte den Platz ein wenig auf mich wirken lassen. Sehr groß war er nicht, aber eindrucksvoll dennoch. Die alten Grabsteine der Clans und die verschiedenfarbigen Flaggen (rot für die Engländer und blau für die Schotten), die die jeweiligen Standorte während der Schlacht angezeigt haben, haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Wenn man sich dann daran erinnert, dass die Schlacht gerade mal 25 Minuten gedauert hat und dass die schottischen Clans danach lange auf brutalste Weise verfolgt und niedergemetzelt wurden, bekommt man eine Gänsehaut. (Ich weiß natürlich, dass die Schotten auch kein friedliches Volk war, es gab genug Fehden untereinander...dennoch wurde hier eine Kultur beinahe zerstört und es ist der wohl wichtigste und traurigste Punkt der schottischen Geschichte)


Am Stein der Frasers lagen am meisten Blumen. Habe mit Tommy noch drüber gewitzelt, wie unwirklich es eigentlich ist, dass nun diesem Clan die meiste Aufmerksamkeit zuteil wird, seit man durch Diana Gabaldons Geschichte immer an Jamie Fraser denkt...andererseits ist es ja auch nur natürlich. Außerdem kann es doch nie verkehrt sein, wenn ein Buch bzw. eine Romanfigur Intersse an realer Geschichte weckt. War bei mir ja auch so. Schottland hat mich schon vorher fasziniert, aber durch die Bücher wurde der Wunsch dieser Reise erst richtig konkret.
Und dass ich nun einen der Schauplätze besuchen konnte, war definitiv ein erstes Highlight! :)


Nach Culloden wollten wir die Gegend ein bisschen mehr erkunden und sind Richtung Loch Ness gefahren. Tommy konnte weiter Fahrpraxis gewinnen und ich die Gegend bestaunen. Auch Loch Ness ist echt nicht weit von uns entfernt. Wir haben schließlich am nördlichen Ausläufer des Lochs auch mal kurz gehalten und sind runter an einen kleinen Strand gelaufen. Dort habe ich ein Steinmännchen gebaut und wir haben ein bisschen verträumt umhergeschaut ;)


Wir sind dann aber umgekehrt, weil wir Loch Ness an einem anderen Tag besuchen wollen, eventuell mit Bootsfahrt dann und dem Urquhart Castle. Ich werde berichten! Die Ausmaße dieses Lochs sind jedenfalls hundertmal größer, als ich mir vorgestellt habe.

Für uns ging es dann wieder Richtung Moray Firth. Wir wollten noch auf die andere Seite, weil man dort angeblich super Delfine beobachten kann. Auf dem Weg dorthin kamen wir durch ein kleines Dörfchen direkt an der Küste - Cromarty. Da mussten wir einfach anhalten. Wir sind am Strand entlang gelaufen, haben der Brandung gelauscht und Muscheln gesammelt. Im Ort haben wir dann einen uralten Friedhof angeschaut und haben super leckeres, hausgemachtes Curry in einem kleinen süßen Laden gegessen. Köstlich!
Delfine haben wir dann gar nicht mehr gesucht, weil das Wetter schlechter wurde und wir an besagter Stelle keinen Parkplatz gefunden haben. Machte aber nichts, es war eh schon später nachmittag und wir völlig platt. Toller erster Tag!

Heute Morgen waren wir dann auch wieder recht früh wach, ich habe mich darin geübt, Frühstückseier zu kochen und nach dem Frühstück sind wir wieder auf Entdeckungsreise aufgebrochen. Erster Stop: Fort George. Das ist eine militärische Anlage auf einer Landzunge ganz in der Nähe unseres Cottages. Wurde 1747 von den Engländern gebaut, als militärischer Stützpunkt mit dem Zweck, die Herrschaft über die Highlands zu halten und zu festigen (oder wie Mrs. MacDonald sagte: "to hold us down"). Strategisch sehr geschickt, weil man an dieser Meerenge den kompletten Firth kontrollieren kann.
Ein netter Herr in Uniform sagte uns direkt am Eingang, dass die inneren Anlagen zur Besichtigung gerade nicht geöffnet sind und er kann auch nicht sagen, wann das wieder der Fall sein wird. Denn die Anlage wird auch heute noch vom britischen Militär genutzt und je nachdem, was dort grade so ansteht, können Touristen eben nicht in die Räume. Wir durften aber aufs Gelände und das hat uns auch völlig gereicht. Die Anlage ist sehr beeindruckend, alles sehr gradlinig und streng gebaut. Militär halt. Ganz an der Spitze von Fort George konnte man dann hoch auf den Wall gehen und über die Meerenge blicken.
Und was soll ich sagen? Es hat keine fünf Minuten gedauert, da haben wir den ersten Delfin gesehen. Ich hätte fast geheult vor Glück. Das war einfach ein überwältigendes Gefühl. Habe sofort das afrrnglas rausgeholt und Tommy hat hektisch das Objektiv gewechselt und dann haben wir eine Stunde lang geschaut und beobachtet. Mindestens drei Delfine waren dort und später haben wir sogar noch den Kopf eines Seehundes entdeckt. Der hat sich aber direkt wieder versteckt. Ich kann das immer noch nicht fassen.


Das Bild ist natürlich nicht so der Wahnsinn, es ist echt schwer die Delfine von die Linse zu bekommen, aber einen Beweis wollte ich doch da lassen.
Irgendwann haben wir uns losgerissen und sind mit dem festen Vorsatz, nochmal wieder zu kommen, weitergefahren.


Nächster Halt: Cawdor Castle. Ehemaliger Wohnsitz des echten MacBeths. Hier haben wir das erste Mal Eintritt bezahlt. 11,20 £. Das Außengelände und die Gärten waren der Hammer. So wie man sich einen englischen Schlossgarten vorstellt. Mit Labyrinth und zurechtgestutzten Hecken und wunderschönen kleinen Alleen, wie der oben im Bild.

Auch im Schloss war es toll, allerdings schien uns die Einrichtung doch sehr zusammengewürfelt. Also es gab Gegenstände aus vielen verschiedenen Zeiten und geprägt von sehr unterschiedlichen Stilrichtungen (zum Beispiel stand neben einem Bett aus dem 17. Jahrhundert ein Telefon aus den 1970er Jahren). Es war also bei weitem nicht alles original. Dennoch war es toll eingerichtet und in jedem Raum gab es Tafeln mit vielen Zusatzinfos. Insgesamt also durchaus einen Besuch wert!


Beim anschließenden Spaziergang konnten wir dann noch ein bisschen die Natur genießen. Ich liebe Bäume <3


Letzter Stop für heute war dann die Spey Bay. Auch dort soll man gut Delfine beobachten können, wir haben aber keine mehr gesehen. Wir wollen ja auch nicht zu viel erwarten ne? ;) Dafür gab es nochmal wunderschönen Strand, endloses Meer und mein geliebtes Meeresrauschen.
Ich bin jetzt schon verliebt in dieses Land!


Wir lassen den Tag nun ausklingen und grüßen euch alle recht herzlich! Ich melde mich bald wieder!

Mittwoch, 10. Mai 2017

Owlcrate Box Februar 2017 - Run away with the circus

Hupsi. Da fehlen doch schon wieder drei Buchboxen, die ich noch vorstellen möchte. Wenn ich das richtig gesehen habe, war die letzte Box hier im Blog aus Januar, also mache ich mal mit der aus Februar weiter. Thema war "Run away with the circus". Fand ich spannend. Ich bin zwar mittlerweile kein Fan mehr von den herkömmlichen Zirkussen, von wegen Tierhaltung und so, das Thema ist ja allgegenwärtig. Aber als Kind fand ich es zugegeben sehr spannend und die Akrobaten und sonstigen Künstler sind ja immer noch toll. Also schauen wir mal, was so drin war, in der Zirkus-Box. ;)



Als erstes habe ich einen kleinen Notizblock von Attic Journals entdeckt. Die beiden Deckblätter sind echte Spielkarten. Ich denke, das ist typisch upcycling, oder? Die Firma macht auch tolle Notizbücher aus alten Kinderbüchern <3. Mag ich. Kann ich gebrauchen. Solche Blöcke liebe ich z.B. für Einkaufszettel.



Apropos Einkaufszettel! Diesen schicken Baumwollbeutel gab es ebenfalls. Darauf steht ein Zitat aus dem Buch The Night Circus von Erin Morgenstern: "The circus arrives without warning. No announcements precede it. It is simply there when yesterday it was not." Ich finde den Beutel wunderschön, schleppe darin seitdem vor allem Bucheinkäufe mit mir herum und er passt ja wohl perfekt zum Thema! Entworfen hat ihn Evie Bookish, mit der Owlcrate ja oft zusammen arbeitet, und die einfach immer ganz tolle Sachen macht.



Auf dem Foto seht ihr zum Thema designte Klebezettel oder wie es auf englisch (und viel schöner) heißt: Sticky page flags. Von Girl of all work. Ganz ehrlich? Die sind mir fast zu schade zum verschenken. Aber wer weiß, vielleicht markiere ich damit mal ein paar Lieblingsstellen in Büchern. Denn oft verschenke ich Bücher, die ich selbst auch gelesen habe und fänd es eigentlich sehr nett, dem Beschenkten direkt zu zeigen, welche Passagen mir so gut gefallen haben. Außerdem lag ein kleines Plastikkärtchen dabei, auf dem ein Code für eine Hörprobe aus Caraval steht. Das werde ich auch mal probieren. Mal schauen, wie das mit mir und englischen Hörbüchern so klappt.



Und dann habe ich auch endlich das entdeckt, worauf ich mich bei dieser Box am meisten gefreut habe. Eine Kerze von Frostbeard. Die machen, genau wie z.B. The Melting Library, Duftkerzen, meistens buchbezogen. Die Kerze hier riecht nach Karamell und Popcorn. Passt also auch wunderbar zum Thema. Und sie riecht auch wirklich gut und nicht künstlich. Zumindest im nicht angezündeten Zustand. Sollte das im angezündeten anders sein, werde ich Bescheid sagen ;).
 


So und nun guckt ihr vielleicht genau so irritiert wie ich. Ein Lippenstift mit Donut-Duft? Ich war etwas irritiert und fand es im ersten Moment auch total doof. Das gehört so in die Rubrik Mädchenkram den ich ich nicht so brauche. Ich schminke mich ja wirklich fast nie. Dezent finde ich vieles zwar sehr schön aber ich hab einfach fast nie Lust, dafür Geld und Zeit zu verschwenden. Aber als ich den Deckel abgemacht habe, war ich schon mal erleichtert. Kein farbiger Lippenstift, sondern ein Pflegestift. Das ist schon besser. Und ob ihr es glaubt oder nicht: er riecht echt richtig lecker nach Zimtdonuts :D Da muss man aufpassen, dass man nicht reinbeißt. Nachdem ich auch noch gelesen habe, dass er wirklich aus pflegenden Inhaltsstoffen besteht, war ich doch sehr angetan. Ein Besuch auf der Seite von Geek Fire Labs hat mir übrigens gezeigt, wie viele andere geile Sachen die noch haben. Teilweise mit echt interessanten Duftkomponenten. Da werde ich auf jeden Fall mal bestellen. Einziger Kritikpunkt ist, dass der schöne Aufdruck nach einigem Herumschleppen in diversen Jackentaschen abblättert und dann nicht mehr so hübsch aussieht. Das ist für den Pflegestift an sich natürlich nicht weiter tragisch, aber sieht einfach nicht mehr so toll aus.
(Falls sich das übrigens einer fragen sollte: ich mache hier total freiwillig Werbung für diese Labels und kleinen Firmen. Ich kriege nix dafür! Wenn ich etwas doof finde, sage ich das auch. :))


 
 
Natürlich ist auch die monatliche Karte mit den Erklärungen auf der Rückseite, der dazu passenden Button und die Vorschaukarte für den Monat März dabei (Sailors, Ships & Seas - Wie geil ist das denn?! Ich liebe ja maritimes Zeug!). Übrigens bin ich nun nach einigen Monaten von den Buttons nicht mehr so begeistert. Als sie damit angefangen haben, die Dinger beizulegen, war ein Raptor darauf abgebildet und oben drüber stand "Chapter Raptor". Das fand ich total cool, denn es passt ja zu Buchverrückten und Lesebegeisterten. Aber seitdem enthält der Button nur noch ein Element der monatlichen Karte - hier zum Beispiel die zwei springenden Akrobaten - und das hat für mich einfach wenig Bezug. Ich wüsste jetzt nicht, weshalb ich den Button irgendwo dran pinnen sollte, versteht ihr? Haben aber auch schon einige angemerkt. Mal schauen, ob sie das eventuell ändern :)
 
 
Uuuund last but not least das Buch: Caraval von Stephanie Garber mit dazu passendem Art Print, einem Brief der Autorin (immer eine des besten Beilagen der Boxen für mich!) und ein signierter Sticker der Autorin. Wie gesagt, die Amis stehen anscheinend sehr auf signierte Bücher. Und ich klebe mir den Sticker dann auch immer vorne ins Buch. Ist auf jeden Fall nett.
Und das Buch wurde schon Wochen vorher im Internet von allen sehnsüchtigst erwartet. Ich habe es noch nicht gelesen, aber natürlich berichte ich, sobald ich es getan habe. Die Story klingt mehr als vielversprechend :).

Wieder mal eine wunderbar zusammen gestellte Box <3
 


Montag, 8. Mai 2017

Man lernt nie aus Frau Freitag - Frau Freitag




Klappentext: Frau Freitag ist Lehrerin. Sie sagt normalerweise, wo's langgeht. Doch nun wird sie selbst zur Schülerin, denn Frau Freitag will endlich den Führerschein machen. Aber ständig bekommt sie zu hören, dass sie schon viel zu alt sei, um etwas Neues zu lernen — auch von ihrem Fahrschullehrer. Dabei hat sie doch Snowboardfahren gelernt und Lehrerinsein und Aquagymnastik. Und mit Frau Dienstag geht sie regelmäßig zum Pilates, ihren Körper kann sie noch tipptopp verrenken. Aber Frau Freitag ist eine ungeduldige Schülerin, in ihrem Alter will sie sich eigentlich gar nichts mehr sagen lassen. In der Fahrschule lernt sie nicht nur Autofahren, sondern vor allem eine Menge über sich selbst ... Eine rasante Fahrt durchs Leben voller Situationskomik und bizarrer Begegnungen — im großartigen Sound der Bestsellerautorin Frau Freitag.
Meine Meinung: Ihr glaubt gar nicht, wie ich mich gefreut habe, als ich die Mail bekommen habe, dass ich das neue Buch von Frau Freitag gewonnen habe. Die drei Vorgänger stehen bei mir im Regal und ich hätte mir den vierten Teil sowieso gekauft. Vor allem, weil dieses Mal nicht Frau Freitag anderen etwas beibringt, sondern weil sie selbst wieder auf die Schulbank muss.
Bzw. will sie. Denn Frau Freitag will endlich den Führerschein machen. Frau Dienstag erzählt ihr immer, wie einfach Autofahren ist und wie viel Spaß das macht und da ihr Freund auch keinen Führerschein hat, würde das doch den Alltag bestimmt um einiges einfacher machen.
Und so meldet sie sich in der Fahrschule ihrer Wahl an und lernt ihren Fahrlehrer Harald kennen. Das Autofahren macht Frau Freitag schnell Spaß. Wenn ihr bloß nicht jeder immer erzählen wird, dass sie sicher ewig brauchen wird, bis sie ihren Führerschein hat. Schließlich ist sie ja nicht mehr die Jüngste und im Alter lernt man ja nicht mehr so schnell. Gut...mit der Theorie hat Frau Freitag tatsächlich so ihre Probleme aber irgendwann platzt auch da der Knoten und es fluppt.
Doch das ändert nichts daran, dass ihr Fahrlehrer Harald immer noch nicht von ihr überzeugt ist. Und langsam merkt Frau Freitag: Lob ist wichtig. Und ständiges Gemecker demotiviert, und zwar richtig.
Also wechselt sie die Fahrschule. Doch leider hat sie dort auch nicht mehr Glück als vorher. Der kurzfristige nette und lockere Fahrlehrer wird schnell gefeuert und es folgt Dieter. Der ist noch pessimistischer als Harald und zu allem Übel raucht er auch noch im Auto.
Und so langsam wird Frau Freitag richtig sauer. Kann denn nicht mal irgendeiner "Gut gemacht!" und "Das schaffst du schon!" sagen?
Ob und wie Frau Freitag letztendlich an ihren Führerschein kommt, müsst ihr selbst lesen, aber ich sage euch: Die Reise dorthin ist amüsant und jeder Fahrschüler findet sich ein bisschen wieder. Auch wenn ich selbst zum Glück einen super Fahrlehrer hatte.

Zunächst war ich skeptisch, weil ich in den Büchern von Frau Freitag besonders die Schüler immer sehr witzig fand. Ich muss auch sagen, dass mir das Schulleben in dem Buch ein bisschen gefehlt hat. Dennoch war es wieder sehr unterhaltsam. Frau Freitag schreibt einfach lustig und locker von der Hüfte weg und wenn ich ihre Texte so lese, vergesse ich immer wieder, dass sie über 50 ist und nicht 20.

Ich denke, jeder, der die vorangegangenen drei Teile mochte, wird auch diesen mögen. Trotzdem hoffe ich, dass der nächste Teil wieder mehr von der Schule handelt.

Würdest du dieses Buch erneut lesen? Ja. Hat man eh an einem Nachmittag durch und die Bücher sind alle wunderbar kurzweilig.

Sonntag, 7. Mai 2017

Hochzeitseinladungen

So endlich komme ich mal dazu, ein bisschen von den Fortschritten bei den Hochzeitsvorbereitungen zu erzählen. Die Karten sind schon lange fertig (schon seit Mitte Februar um ehrlich zu sein...da seht ihr mal, wie ich hinterher hinke :D) und auch nahezu alle verteilt und verschickt und daher kann ich jetzt auch mal ein bisschen von der Bastelei erzählen. Orientiert habe ich mich an Kathi von Kochfrosch, auch wenn die Karten letztendlich ganz anders aussehen und vor allem weniger professionell sind. Sie ist im Gegensatz zu mir sehr gut im Handlettering, weshalb ich darauf auch leider verzichten musste. Aber der Spruch "Es ist an der Zeit" hat mir gut gefallen. Nach 11 Jahren Beziehung passt er ja nun mal wirklich zu uns. ;) Und die Ornamente in den Ecken fand ich auch toll.
Dass ich selbst basteln will, war mir von Anfang an klar. Das war gar nicht so sehr eine Kostenfrage, denn man kann sich auch wirklich schöne Karten für kleines Geld drucken lassen. Ich hatte einfach richtig Lust, die Karten selbst zu machen.
Zunächst habe ich ein bisschen recherchiert, was so Karten kosten und letztendlich war da leider Amazon preislich unschlagbar. Ich habe ein Kartenset jeweils bestehend aus Klappkarte, Umschlag und cremefarbenem Einlageblatt für insgesamt 50 Karten für grade mal 20 Euro bekommen.
Dann habe ich bei Idee Kreativ ein bisschen gestöbert und habe schöne Ornamentstempel und Dank guter Beratung auch einen passenden Acryl-Stempelhalter dazu erstanden.




Die beiden Sachen haben zusammen 10 Euro gekostet und ich kann sie ja immer wieder verwenden, also kann man das nicht mal als Investition nur für die Einladungskarten sehen.(Wartet ihr mal alle eure Weihnachtskarten von mir ab :D)


Buchstabenstempel habe ich auch nochmal bei Amazon für 12 Euro bekommen. Ebenfalls eine Investition für viele weitere Basteleien.
Außerdem habe ich noch Herz-Sticker gekauft, zum Verkleben der Umschläge und Stempelkissen in Weiß und Bronze. Insgesamt auch nochmal 10 Euro soweit ich weiß.



Dann fehlte nur noch die Tortenspitze. Für 4 Euro habe ich 250 Stück bekommen, ebenfalls über Amazon. Das Band hatte ich noch zuhause, habe ich irgendwann mal auf einem Bauernmarkt von einer Seilerei gekauft.

Joa und dann habe ich auch schon losgelegt. Ornamentstempel in die Ecken (was durch den durchsichtigen Stempelhalter super gut geklappt hat), Tortenspitze festgeklebt und dann ging es ans Stempeln. Das hat natürlich die meiste Zeit in Anspruch genommen. Ich wusste von vorne herein, dass das niemals total akkurat und gleichmäßig klappen würde, daher habe ich gehofft, dass es sich hinterher als irgendwie passend zum Vintage-Look erweisen würde. Ich bin mit dem Resultat wirklich zufrieden, auch wenn die ein oder andere Schrift auf den Karten ein kleines bisschen schiefer ist, als geplant. Hihi. Unikate eben.
Besonders unsere in Bronze gestempelten Namen gefallen mir wirklich gut (die Farbe erkennt man natürlich nicht auf dem Foto, sorry!).
Tadaaaaa:


Dann habe ich zusammen mit Tommy und Maike einen Einladungstext entworfen und in Word einfach die Datei auf die Maße des Einlageblattes eingestellt und dann auch schon gedruckt. Ging ganz fix. Dafür ist die Schnur übrigens auch hauptsächlich, die ihr oben seht. Sie hält das Einlageblatt. :)
Das Schöne an diesem Selbermachen ist, dass wir die Einladungen alle personalisieren konnten, also die Leute direkt in der Anrede ansprechen und auch selbst unterschreiben. Tommy hat ganz doof geguckt, als ich ihm den Packen hingelegt habe :D Aber er fand es auch super.



Übrigens war es ein echter Glücksfall, dass ich in den letzten Monaten eine Azubine bei mir sitzen hatte, die auch bald heiratet und die sich schon ausgiebig mit Einladungen befasst hat. Sie hat mir den tollen Tipp gegeben, anstatt eines Textes zu unserem Geschenkwunsch einfach ein Sparschwein zu drucken. Wir wünschen uns nämlich Geld zur Hochzeit und irgendwie fiel mir nichts Schönes ein, was ich hätte schreiben können und ich wollte auch nicht noch mehr Text reinschreiben, weil der eh schon lang geworden ist. Ich finde die Idee super :)


Den Leuten, die von weiter weg kommen, haben wir noch eine Broschüre mit Übernachtungsunterkünften in Bochum dazu gelegt und jeder Gast hat außerdem noch einen Zettel bekommen, auf den er 5 Musikwünsche schreiben darf. Ich weiß, dass viele unterschiedliche Leute kommen werden und auch musikalisch soll möglichst jeder auf seine Kosten kommen.Wir können ja nicht nur Metal spielen ;)

Ich bin total überrascht, dass mir bis auf weniger Ausnahmen schon alle Leute zugesagt haben und ich hätte niemals gedacht, wie gut die Musikwunschzettel ankommen. Es gibt schon so viele tolle Wünsche und teilweise feilschen ein paar Pärchen, die eingeladen sind, schon um Lieder, die der jeweils andere vielleicht noch auf seine Liste packen könnte :D Das hat mich sehr amüsiert. Dabei nehmen wir doch so oder auch gerne mehr als 5 Liedwünsche an. Hihi.

So, jetzt habt ihr das mal gesehen. Wie gesagt, weit entfernt vom Profi, aber definitiv mit viel Herz.
Und Karten für die Platzkärtchen habe ich auch schon besorgt. Die werden dann bald mal gebastelt. Will die ein bisschen an die Einladungskarten anlehnen. Genug Tortenspitze hätte ich noch. ^^


Vielleicht schreibe ich demnächst mal noch einen kurzen Beitrag zum Thema Hochzeit. Ein paar wilde Gedanken zu der Sache. Es gibt so viele kuriose und lustige Dinge zu dem Thema. Jeder hat halt bestimmte Vorstellungen und Wünsche und das fasziniert mich immer wieder aufs Neue.

Habt einen schönen Sonntag!