Dienstag, 17. Januar 2017

Owlcrate Box November 2016 - Wonderland

Sooo, da ich ein bisschen mit meiner Vorstellung der monatlichen Buchbox hinterher hinke, wird es wirklich Zeit, dass ich euch die Box aus November 2016 zeige. Das Thema hieß "Wonderland" und darauf habe ich mich sehr gefreut. Ich gestehe, dass ich ausnahmsweise mal das Buch nicht ganz so toll fand wie den Disneyfilm, den ich als Kind wirklich sehr oft gesehen habe. Dennoch mag ich die Geschichte um Alice auch als Buch ganz gern. Die Tee-Party beim Hutmacher und das feiern des Nicht-Geburtstags haben mich schon als Kind gereizt. Und die Grinsekatze mag ich auch gerne mit ihren kryptischen Aussagen.

Als Besonderheit hatte Korinna  (sie ist quasi das Herz der Firma) schon angekündigt, dass in dieser Box das erste Mal ein Buch mit limitierter Auflage erscheinen würde. Das Buch würde nämlich ein besonderes Cover haben, das exklusiv nur für Owlcrate produziert wurde. Das hat mich natürlich besonders gefreut.

Beim Öffnen fiel mir dann quasi die Ausgabe von Alice im Wunderland entgegen. Im ersten Moment war ich etwas enttäuscht, denn ich dachte, das wäre das monatliche Buch. Zwar gefiel mir das Cover und auf Englisch hatte ich das Buch auch nicht, aber ich kenne es nun mal schon. Aaaaber einen kurzen Moment später fiel mir dann ein dass es ja eigentlich nur Neuerscheinungen in der Box gibt und vor allem auch immer Hardcover geliefert werden. Hab dann einmal reingelinst und tatsächlich noch ein weiteres Buch gesehen ;) Kati war also wieder beruhigt. Das Buch ist übrigens von Rock Paper Books und das Cover Design von Risa Rodil. Dazu passend wurde noch ein Lesezeichen beigelegt.
Unter dem Buch kam dieser hübsche Magnet von Evie Bookish zum Vorschein, der seitdem unseren Kühlschrank schmückt. Der Spruch ist toll oder? Und trifft ja wirklich zu, besonders die Leseratten werden das ja verstehen ;)


Ein weiteres und auch etwas hochwertigeres Lesezeichen von Authored Adornments war ebenfalls in der Box. Es ist wunderschön verschnörkelt und der Teil, der oben aus dem Buch rausguckt, zeigt einen kleinen Textausschnitt aus Alice im Wunderland. Ich liebe es.


Mein Highlight kam aber erst danach: Wonderland Elixir Tea von Riddles Tea Shoppe/Adagio Tea. Nicht nur der Tee schmeckt einfach super, die Box ist auch wunderschön. Jetzt kann ich meine eigene Wonderland-Tee-Party geben ;) Tolle Idee für das Thema dieser Box.


Dann gab es natürlich noch die monatliche Karte mit den Erklärungen auf der Rückseite, den dazu passenden Button und die Vorschau-Karte für das nächste Thema. Komischerweise finde ich die Vorschau-Karte fast immer viel hübscher als die offizielle Karte die dann mitgeschickt wird. :D das Thema EPIC ist übrigens so breit gefächert, dass ich mir so gar nichts vorstellen konnte. Aber die Überraschung ist ja auch mit das Schönste ;)


Hach...Und dann habe ich das Buch "Heartless" von Marissa Meyer herausgezogen und habe mich sooo gefreut. Ich hatte schon davon gehört. In dem Buch geht es um die Kindheit der Herzkönigin. Ich bin unglaublich gespannt, wie das Buch so ist und finde die Idee, Hintergründe einer weltberühmten Geschichte aufzuarbeiten und sich neue Geschichten zu dieser Welt auszudenken, ganz toll. In diesem Zusammenhang habe ich auch herausgefunden, dass es auch ganz viele andere Bücher dieser Art gibt. Die werden bald bestellt und dann zeige ich sie euch. 
Jetzt schaue ich erst mal, wie dieses hier ist. 
Ich muss übrigens sagen, dass ich das Cover ganz wunderschön finde. Das Original in den Läden ist glaube ich schwarz und rot und ich bin tatsächlich stolz, dass ich nun eine seltenere Ausgabe davon besitze. Hihi.


Und unter dem Schutzumschlag ist das Buch fast noch schöner, oder? 

Diese Box war jedenfalls ein voller Erfolg. 

Sonntag, 8. Januar 2017

After Truth - Anna Todd


Klappentext: Zutiefst verletzt hat Tessa ihre stürmische Beziehung zu Hardin beendet. Seit sie die Wahrheit über ihn erfahren hat, fühlt sie sich verraten und gedemütigt. Sie will ihr Leben zurück – ihr Leben vor Hardin. Doch da ist die Erinnerung an seine leidenschaftliche Liebe, seine Berührungen, die hungrigen Küsse. Ihr Verlangen nach dem unberechenbaren Mann mit den grünen Augen ist immer noch zu stark. Und sie weiß, dass er sie nicht einfach aufgeben wird. Aber kann er sich ändern? Können sie einander retten, oder wird der Sturm sie in die Tiefe reißen?
Meine Meinung: Nachdem ich vor einiger Zeit den ersten Teil auf dem Flohmarkt gesehen habe und nach dem Lesen nur so mittelmäßig begeistert war, dachte ich ja zunächst nicht, dass ich mir den zweiten Band überhaupt kaufen würde. Im Frühjahr habe ich dann aber auch Teil zwei entdeckt, ebenfalls auf dem Flohmarkt, und für zwei Euro kam das Buch dann doch mit. 
Ich gestehe, dass ich das Buch schon vor einiger Zeit gelesen und mit mir gehaftet habe, ob ich eine Rezension auf dem Blog veröffentlichen soll. Warum? Habt ihr schon mal von dem Begriff "Chick-Lit" gehört? Ich kenne den Begriff selbst noch nicht lange (habe bei einer Freundin auf Instagram davon gelesen) und musste ihn selbst erst mal googlen. "Lit" ist die Kurzform von Literature. Chick Lit ist ein abwertender Begriff für Frauenlitertur und damit sind in der Regel wenig anspruchsvolle Liebesromane mit vorhersehbare Handlung gemeint oder eben Erotikromane a la Shades of Grey oder die Biss-Reihe gemeint. Die After-Reihe gehört sicherlich auch dazu und irgendwie wollte ich vermeiden, dass anspruchsvolle Literaten hier angeekelt die Nase rümpfen. :D Dabei ist Lesen für mich immer noch ein Privatvermögen und auch wenn ich natürlich gerne nebenher etwas lerne, so mache ich das doch zur reinen Unterhaltung. Und so wie man vielleicht manchmal auch gerne bei Bauer sucht Frau hängen bleibt, hatte ich jetzt eben mal wieder Lust auf Tessa und Hardin. Wie las ich letztens noch in "Das Haus der vergessenen Bücher": Unter uns gesagt: Das "gute Buch" gibt es nicht. Ein Buch ist nur dann "gut", wenn es menschlichen Hunger stillt oder einen menschlichen Irrtum widerlegt. Ein Buch, das aus meiner Sicht gut ist, ist für Sie vielleicht ohne jeden Wert." 
Soviel also zu meinen Gedanken vor der Rezension. Aber daran habe ich mal wieder gemerkt, wie sehr ich zu "overthinking" neige. Ich habe es gelesen, also schreibe ich auch meine Meinung dazu auf.

Der zweite Band knüpft zeitlich unmittelbar an den ersten an. Tessa hat soeben von Hardins Verrat erfahren und will nie wieder etwas mit ihm zu tun haben. Sie will ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen und ist entsetzt über sich selbst, wie stark ihre Gefühle für Hardin schon geworden sind.

Zeitgleich ist Hardin mehr als wütend auf seine Freunde, die ihn haben auffliegen lassen. Denn allmählich gesteht er sich ein, dass Tessa mehr für ihn ist als eine interessante Herausforderung.

Doch der Weg zur Versöhnung ist natürlich steinig. Tessa und vor allem Hardin haben viel größere emotionale Baustellen. Doch sie kommen auch nicht so richtig voneinander los. Wie auch in Band eins gibt es ein ständiges Hin und Her. Die beiden streiten sich sehr oft, da Hardin immer wieder die Beherrschung verliert. Natürlich nervt das Hin und Her nach einiger Zeit auch wieder etwas. Tatsächlich finde ich aber, dass das manchmal gar nicht so unrealistisch ist. Ich kenne einige Paare, die sich sehr oft streiten und auch oft immer um das selbe Thema. 

Gut gefallen hat mir die Tatsache, dass man mehr über Hardins Vergangenheit und seine Familie erfahren hat.
Und Tessa ist auch ein bisschen aus sich heraus gekommen und nicht mehr ganz so prüde wie im ersten Band. 

Alles in allem war Band zwei besser als Band eins. Natürlich ist es immer noch keine hochtrabende Literatur, aber der Anspruch besteht hier auch nicht. Weder vom Leser noch vom Autor.
Unbestreitbar war das Lesen sehr kurzweilig für mich.

Übrigens war das das letzte Buch, das ich in 2016 gelesen habe. Somit bin ich insgesamt auf 45 Bücher gekommen. Das ist ja schon einiges mehr als letztes Jahr. Für 2017 fänd ich es klasse, wenn ich auf 52 Bücher, also ein Buch pro Woche komme. Aber es steht auch einiges an in 2017, also mal sehen ob das klappt. :)


Würdest du das Buch erneut lesen? Eher nicht. Ich werde die Reihe nun sicherlich zuende lesen, aber das ist wohl eher etwas für ein einmaliges Lesevergnügen.

Montag, 2. Januar 2017

Da kommt was Großes auf mich zu!

Nämlich 2017. Ich habe es vor dem Jahreswechsel gar nicht mehr geschafft, euch angemessen einen guten Rutsch zu wünschen. Aber die Zeit zwischen den Jahren ist für mich wirklich immer eine Zeit der Ruhe und ich habe viel gelesen und einfach mal entspannt und so. Zum Bloggen hatte ich nicht so Lust.
Nun hoffe ich aber sehr, dass ihr sehr gut ins neue Jahr gestartet seid.

Von dem was ich so mitbekomme und lese, sind die meisten ja von 2016 genervt und fanden das Jahr doof. Sicherlich sind auch viele schlimme Dinge passiert, aber ebenso gab es viel Gutes. Und ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass ich immer wieder auf Leute stoße, bei denen ich den Eindruck nicht loswerde, dass sie einfach nur das Schlechte sehen wollen...
Ich hoffe daher, dass ihr alle mit positiver Energie in das neue Jahr starten könnt. Voller Zuversicht, Hoffnung und mit offenen Herzen. Hass kann niemals die Lösung sein, egal für welches Problem.

Für mich persönlich war 2016 wahrlich kein schlechtes Jahr. Ich habe meine Fortbildung erfolgreich beendet und eine Gehaltserhöhung bekommen. Ich hatte wieder viel Zeit mit tollen Kollegen, Freunden und meiner einzigartig tollen Familie und meinem Liebsten  <3 Danke dafür von Herzen. Es ist toll, dass mich so wunderbare Menschen durch mein Leben begleiten.

Außerdem haben Tommy und ich in diesem Jahr beschlossen, dass wir heiraten wollen und somit folgt schon der erste riesen Schritt, den wir 2017 zusammen gehen werden. Ich bin schon aufgeregt und freue mich darüber. Sicherlich kann ich bald mehr dazu erzählen.

Ich kann mich zudem schon auf zwei Reisen freuen, die ich 2017 unternehmen werde. Mit Maike geht es zu einem Harry Potter Wochenende nach London. Und mit Tommy erfülle ich mir einen zweiten Traum und werde zwei Wochen Urlaub in Schottland machen.
Und es geht noch weiter. Eine Freundin wird ein Kind bekommen, Freunde werden heiraten. 2017 hat also einiges zu bieten.

In diesem Sinne bin ich gespannt auf das, was kommt. :)

Ich wünsche mir vor allem, dass es friedlicher wird und dass sich viele Menschen, die hier in Deutschland leben, mehr bewusst machen, wie gut es uns geht. Das Leben kann so oft von alleine schon scheiße sein, da sollte man es sich nicht selbst noch schlechter reden. Das löst die Probleme, die zweifellos da sind, sicherlich auch nicht.
Wir haben alle nur diesen einen Planeten und vermutlich auch alle nur dieses eine Leben und wir müssen alle zusammen auf dieser Erde leben und miteinander klarkommen. Daran führt kein Weg vorbei! Versteht mich nicht falsch, jeder ist mal schlecht drauf und das ist auch okay. Und auch Ängste soll man äußern dürfen. Aber es gibt einen Unterschied zwischen Realismus und Schwarzmalerei.

In diesem Sinne passt auf euch auf und macht es euch schön so gut es geht :)


Mittwoch, 28. Dezember 2016

Das Haus der vergessenen Bücher - Christopher Morley


  





Klappentext: Die wohl bezauberndste Buchhandlung in New York...
Brooklyn, 1919. Im Antiquariat von Roger Mifflin spuken nicht nur die Geister der Weltliteratur durch die Gänge. Auch seine ebenso patente wie resolute Ehefrau und sein treuer Hund Bock - Bock wie Boccaccio - sind feste Größen im Leben der Buchhandlung Parnassus. Hier, zwischen vergessenen Schätzen und dichten Tabakschwaden, verlieben sich zwei Menschen ineinander, verschwindet ein Buch und nimmt ein Spionagefall seinen Lauf...

Meine Meinung: 

"Ich habe mir das Leben in einer Buchhandlung eigentlich immer sehr beschaulich vorgestellt."
"Weit gefehlt. Das Leben in einer Buchhandlung ist wie das Leben in einem Munitionslager. Diese Regale sind angefüllt mit dem gefährlichsten Sprengstoff der Welt - dem menschlichen Geist."



Dieses herrliche Büchlein habe ich mir erst letztens gekauft. Auf der Suche nach ein paar Büchern, die ich meinen Freunden zu Weihnachten schenken kann, habe ich es entdeckt und zunächst hatte ich nur eins als Geschenk in der Hand. Aber dann habe ich mir auch ein Exemplar mitgenommen, weil der Klappentext einfach so bezaubernd klang. Ich mache das ja schrecklich gerne, dieses ewig lange in der Buchhandlung umherstreifen und wahllos Bücher in die Hand nehmen, die mich ansprechen. Da das meinem Geldbeutel aber überhaupt nicht gut tut, erlaube ich mir das eher selten.
Die Geschenkesuche war natürlich ein super Vorwand für mich. Ich habe dann Zuhause direkt mit dem Lesen angefangen und hatte es ratzfatz durch. Bin nur noch nicht dazu gekommen, es zu verbloggen. Nun aber!

Während der ersten Seiten fiel mir auf, dass die Ausdrucksweise schon etwas älter ist und nach kurzer Recherche kam ich darauf, dass das Buch 1919 erschienen ist. Also spielt es nicht nur zu der Zeit nach dem ersten Weltkrieg, es wurde auch zu dieser Zeit geschrieben. Ich brauche dann immer eine kurze Zeit der Eingewöhnung, aber ich liebe es. Bei der Recherche über den Autor las ich außerdem, dass Morley ein großer Fan Sherlock Holmes war. Das machte ihn mir nicht nur sofort sympathischer, man merkte das auch im Verlauf des Buches recht schnell.
Was nämlich als leichte Unterhaltung beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Krimi ganz nach der Art von Sir Arthur Conan Doyle. Das hat mir unheimlich gut gefallen. Diese "alten" Geschichten strahlen für mich immer ein gewisses Flairaus und haben einfach Stil.

Und nicht nur das hat mir gefallen. Wie der Klappentext ja verspricht, ist der Dreh- und Angelpunkt eine kleine Buchhandlung in Brooklyn. Diese wird von einem äußerst liebenswerten Buchhändler namens Roger Mifflin geführt und er liebt seinen Beruf und nimmt ihn sehr ernst. So sagt er zum Beispiel "Ich danke Gott, dass ich ein Buchhändler bin, der mit den Träumen und Schönheiten und Kuriositäten der Menschheit handelt, und nicht einer, der nur Waren verhökert." Ist das nicht herrlich? Generell ist das Buch voller wundervoller Zitate (ob über Bücher oder über alle anderen möglichen Themen). Ich schreibe mir beim Lesen grundsätzlich schöne Sätze in ein Notizbuch und hier bin ich gar nicht mehr herausgekommen aus dem Notieren ;).
Mifflin wohnt direkt über der Buchhandlung zusammen mit seiner Frau Helen und seinem Hund Bock. Seinem Hund hat er übrigens ein Hundehalter in Form einer kleinen Buchhandlung gebaut. Ich sage euch, die Charaktere in diesem Buch sind einfach so niedlich.
Frischer Wind kommt gleich doppelt in die verstaubte Buchhandlung, die bislang eher ein Insidertipp ist. Zum einen kommt ein junger Werbetexter eines Tages in den Laden und möchte Herrn Mifflin überreden, für seine Buchhandlung Werbung zu schalten. Zwar hat Mifflin kein Interesse, aber die beiden Männer Freunden sich dennoch an. Außerdem hat sich Herr Mifflin bereit erklärt, die Tochter eines Geschäftsfreundes in die Lehre zu nehmen. Und zu guter Letzt verschwindet in letzter Zeit auffallend häufig ein bestimmtes Buch aus dem Regal und taucht später unverhofft an immer anderer Stelle wieder auf. Spukt es wirklich in dem alten Laden oder steckt eventuell etwas ganz anderes dahinter?

Optisch hat das Buch mich sofort angesprochen und es passt auch sehr gut, da Herr Mifflin sich schon lange eine mobile Buchhandlung wünscht. Aug Bock ist zu sehen, der eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Und der Titel des Buches ist großartig. Grade Mifflin wirbt für jede Art von Büchern, ob bekannt oder unbekannt und sagt, dass es im Grunde keine schlechten Bücher gibt und hilft so immer wieder, schon längst vergessen geglaubte Bücher wieder ans Tageslicht zu bringen.

Ich kann das Buch wirklich wärmstens empfehlen. An alle Buchverrückten und Buchhändler geht nochmal eine besondere Empfehlung heraus. Es ist ein kleiner Schatz. Und dabei macht es fast gar nichts, dass ich nahezu kein Buch kenne, das in der Geschichte erwähnt wird. Charles Dickens (den ich auch heiß und innig verehre) wird sehr liebevoll und mehrfach erwähnt und Mark Twain kenne ich natürlich ebenfalls, aber abgesehen davon....
Immerhin habe ich mir einige Tipps rausgeschrieben.

Am liebsten würde ich jetzt noch ganz viele tolle Zitate aus dem Buch hierhin schreiben, aber das lasse ich lieber. Ihr könnt ja selbst lesen.

Würdest du dieses Buch erneut lesen? Ja.

Freitag, 23. Dezember 2016

Eine wundersame Weihnachtsreise - Corina Bomann

Klappentext: Eigentlich kann Anna Weihnachten nicht ausstehen. Doch in diesem Jahr will siemit der Familie feiern. Und so setzt sie sich in den Zug nach Berlin. Was folgt, ist ein unvorhergesehener Roadtrip der verschneiten Art: Nichts geht mehr, Anna muss sich mit Schneepflug und per Anhalter durchschlagen, und überall läuft in Dauerschleife Last Christmas. Auf ihrer Odyssee begegnet sie aufmüpfigen alten Damen, einem lebensklugen LKW Fahrer und einem Haufen Hippies. Doch so unterschiedlich diese Menschen auch sind, sie alle verbindet an diesem Tag das eine: Es ist Weihnachten.
Meine Meinung: Ein typischer Regalfund. Ich wollte eigentlich nur mal wieder Nis Puk aus dem Regal ziehen, da hab ich das Buch daneben stehen sehen. Ich wusste wirklich nicht, dass ich es überhaupt habe. Letztens hatte ich das Buch sogar noch als Taschenbuch in der Mayerschen in der Hand und hab überlegt, ob es mir mal als neue, leichte Weihnachtslektüre mitnehmen soll.
Wie gut, dass ich es dann doch nicht gemacht habe. Hihi.
Ich muss wirklich mal eine Liste meiner Bücher machen. Ich kann mir auch nie merken, welche Wallander-Bücher ich schon habe. Gelesen habe ich alle, aber noch hab ich nicht alle im Regal stehen und jeeedes Mal stehe ich wieder auf dem Flohmarkt und überlege, welches Buch mir noch fehlt.
Egal....ich schweife ab. Eigentlich wollte ich euch ja dieses kleine Weihnachtsbüchlein vorstellen. Wurde ja auch mal Zeit, dass hier auch mal das ein oder andere Weihnachtsbuch gezeigt wird, ne. Da habe ich gestern schon Nis Puk vorgestellt und jetzt kommt hier noch ein Buch für Erwachsene.

Im Klappentext steht eigentlich schon alles Wichtige drin. Anna kann Weihnachten nicht ausstehen und flüchtet jedes Jahr vor dem Stress. Spätestens wenn irgendwo Last Christmas ertönt, wird Anna schlecht. (Das ist übrigens etwas, das sie mit meinem Liebsten gemeinsam hat, der bekommt bei den Klängen auch immer sofort Hörner. Aber ich kann es ihm ehrlich gesagt auch nicht verdenken :D).
Als Anna auch dieses Jahr wieder nach günstigen Urlaubsangeboten für die Feiertage sucht, bekommt sie eine Mail von ihrem kleinen Bruder.
Er würde sich so freuen, wenn sie ihn dieses Weihnachten besuchen käme. Und er wünscht sich so sehr ein Märchenbuch. Anna, die ihren Bruder über alles liebt, kann irgendwie nicht nein sagen und beschließt, ihm die Freude zu machen. Sie wird dieses Jahr die Zähne zusammenbeißen und die Feiertage mit ihrem Bruder, ihrer Mutter und ihrem nervigen Stiefvater verbringen.
Was soll schon schief gehen?

Vor der Abreise schaut sie nochmal bei Frau Hallmann vorbei. Anna kümmert sich ein bisschen um die liebe alte Dame.
Dann geht es los für Anna. Sie freut sich schon fast ein bisschen auf Weihnachten. Doch dann schläft sie im Zug ein und als sie aufwacht ist sie nicht in Berlin sondern in Binz und steckt mitten in einem Schneesturm.

Nun folgt eine kleine Odyssee mit Pleiten, Pech und Pannen (schon fast ein bisschen viel um wirklich glaubwürdig zu sein). Aber Anna trifft auf ihrer Rückreise nach Berlin die unterschiedlichsten Menschen, die ihr nach und nach den Zauber von Weihnachten wieder näher bringen. Nicht die erste Geschichte dieser Art, aber ich mag es dennoch sehr. Ähnlich wie bei 100 Namen von Cecilia Ahern geht es hier darum, wie toll Menschen sein können. Es gibt so viele Leute in meinem Umfeld, die mir immer sagen "die Menschheit nervt mich". Ich verstehe sie natürlich teilweise, aber es gibt auch soooo viele tolle Menschen. Und davon handelt dieses Buch.
Am allerbesten fand ich die drei Omis, die Anna an der Tankstelle getroffen hat. Weil die drei von ihrem Reiseveranstalter vergessen wurden und Anna auch festhängt, machen die vier es sich gemütlich und jeder berichtet von seinem schönsten Weihnachtsfest. Da musste ich zwischendurch grinsen und sogar mal ein paar Tranchen wegblinzeln.

Natürlich kommt Anna am Ende bei ihrer Familie an, kein Geheimnis denke ich mal, aber hier ist tatsächlich der Weg das Ziel, denn Anna lernt nicht nur viel über andere, sie findet auch wieder mehr zu sich selbst, versteht, weshalb sie Weihnachten so lange Zeit gehasst hat und kann ein Stück weit ihre Vergangenheit aufarbeiten.

Ein sehr schönes Buch zur Vorweihnachtszeit. Und Schlümpfe kommen auch drin vor. Also los, ran ans Buch. Hihi.

Würdest du dieses Buch erneut lesen? Durchaus :)